Die Geschichte von den Vieren und der Sechs

die Vier und die Sechs
© Oskar Hallensleben

Vier Menschen sitzen um einen Tisch.

Mitten darauf liegt ein sechsseitiger Spielwürfel.

Sie alle haben so einen Würfel noch nie gesehen.

Und nun sollen sie das Ding beschreiben.

Der Erste sagt: „Auf der oberen Fläche ist ein Punkt und auf der Seite sind drei Punkte.“

Daraufhin entgegnet der Zweite: „Das stimmt nur halb. Auf der Seite sind zwei Punkte.“

„Nein”, widerspricht der Dritte, „es sind vier!“ – „Nein fünf!!“ der Vierte.

So könnten sie auf ewig streiten. Oder sie könnten die Sicht der jeweils anderen als das aufnehmen, was sie ist: eine ebenso valide Wahrnehmung wie die eigene.

Eben damit können sie erkennen, was das Ganze ist und was keiner von ihnen sehen kann – die sechste Seite.

Ein Team kann und ist mehr, als die bloße Summe von Personen – mit dem sechsten Sinn einer Gruppe Menschen mit gemeinsamem Ziel.